Weihnachten im Bus

Diese Weihnachtszeit ist schnell vergangen. Kein einziges Mal habe ich es auf einen Weihnachtsmarkt geschafft. Nur vorbeigeradelt bin ich vorgestern und habe den Duft von Glühwein und Mandeln und Bratwurst in der Nase gehabt. Das war schön. Wie ein Gruß aus einem Paralleluniversum. Der Weihnachtswelt. Es durchfuhr mich richtig, das Gefühl, diese paar Wochen nicht richtig ausgekostet zu haben.

Zweimal war mir in dieser Adventszeit zumindest schon weihnachtlich zumute und beide Male im Bus. Zuerst im Adventsbus in Winterthur. Wir wurden in diesem stimmungsvoll dekorierten Bus durch die Stadt gefahren, bewunderten die Weihnachtsbeleuchtung in den Straßen, lauschten der Live-Musik, ich durfte meine Weihnachtsgeschichte lesen, und wir hatten tatsächlich nichts anderes zu tun als das alles genießen zu dürfen. Keine Hektik, kein „An welcher Haltestelle muss ich raus?“ Eine halbe Stunde Pause geschenkt. Eine halbe Stunde Innehalten.  

Und Anfang der Woche, als ich unser Auto von der Werkstatt abholte, fuhr ich 40 Minuten mit dem Bus über Land von Ort zu Ort, oben auf der Anhöhe genoss ich die Fernsicht, in den Orten die weihnachtlichen Lichter und dekorierten Häuser. Das versetzte mich in Weihnachtsstimmung.

Vielleicht könnte ich mich in der nächsten Adventszeit mit dem Bus herumfahren lassen, jeden Tag eine halbe Stunde Auszeit, aus dem Fenster sehen, wahrnehmen, fühlen. Ich schreibe mir das am besten gleich in den Kalender. Nicht dass ich im nächsten Jahr auch wieder erst kurz vor Heiligabend auf diese geniale Idee komme!

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